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Das ist der Leo!

Aufgewachsen in Leverkusen, einer unheimlich "schönen" Stadt, am Rhein, deren Existenz maßgeblich von dem größten Arbeitgeber dem Chemieunernehmen BAYER bestimmt wird, genaugenommen gibt es Leverkusen auch nur da es BAYER gibt, ansonsten hätte Köln wohl nur ein paar Gemeinden mehr. Dort durfte ich allerdings meine Kindheit und Jugend in der Waldsiedlung verbringen. Auch wenn man es nicht vermutet, kann man dort einiges Grünes finden. Der Wald war der Spielplatz meiner Jugend. Viel Zeit habe ich dort zusammen mit Freunden verbracht und den Nutzen von Messern in dieser Umgebung  kennengelernt. Tja, so bin ich also zum Messer gekommen, etwas, das ich nicht mehr missen möchte.

Doch werden auch die schönsten Messer einmal stumpf und so habe ich natürlich mich ans Schärfen begeben. Doch sind die Werkzeuge der Kindheit eher ungünstig gewesen. Anfangs erfuhr ich Schärfe mit einem seltsamen Universalschärfer, der zwei sich überschneidende hoch gehärtete Platten hatte, durch die man sein Messer ziehen konnte, was ich auch fleißig tat. Nach diversen verhunzten Messern fand ich im Werkzeugschrank meines Großvaters, er war Tischler gewesen, einen Schleifstein von Lapport. Leider habe ich meinen Großvater nie kennengelernt, so dass ich in Eigenregie mich ans Messerschärfen machte und irgendwann minimale Erfolge erzielt habe.

Andere Schleifsteine mussten her und so habe ich mehr und mehr versucht, bis ich schließlich herausgefunden hatte, was für mich funktioniert. Und genau das habe ich hier in meinen Seitenversucht darzustellen.

Lässt man die Messer mal außen vor, begann schon recht früh das technische Interesse an allem Möglichen, was mich schlussendlich auch zu meiner Berufswahl, dem Ingenieur geführt hat. Mit ein paar Klassenkameraden sind wir nach Aachen an die RWTH aufgebrochen, um dort unser Glück in Studium zu suchen.

Nach ein paar Jahren des Büffelns war das Diplom fertig und die Jobsuche stand an. Schon nach kurzer Zeit habe ich mich für die BASF entschieden. Also die Sachen gepackt und ab in den Süden. Gelandet bin ich in Ludwigshafen, einer "schönen" Stadt am Rhein, deren Existenz maßgeblich von dem größten Arbeitgeber dem Chemieunternehmen BASF bestimmt wird... Hmm, das kommt mir irgendwie bekannt vor. Scheint wohl mein Schicksal zu sein. Nur der Abstand zum Wald machte mir zu schaffen.

Also flugs die Sachen gepackt und an den Rand des Pfälzer Waldes nach Bad Dürkheim gezogen. Ahh, hier lässt es sich schon besser leben :-). Die Umgebung ist durchsetzt von Vergangenheit, in alten Burgruinen kann man umherwandeln und den Geist der Vorfahren in sich aufsaugen. Dieses Gebiet wurde bereits von Kelten, Römern, Germanen (naja, die sind halt immer noch dort ;-) ) als lohnenswerter Lebensraum entdeckt und ich kann sie auch verstehen.

Auf Mittelaltermärkten kann man mich auch zuweilen finden, da die dort eingefangene Stimmung mich fasziniert. Der heutigen eiligen und hektischen Wegwerfgesellschaft mit ihrem Fokus auf Konsum und Wachstum entfliehe ich gerne ab und zu auf solchen mittelalterlichen Märkten. Die Ausrüstung und Acessories dafür fertige ich mit Freuden selber an, ist es doch immer wieder schön, das Wachsen  und Werden von Werkstücken durch die eigenen Hände zu beobachten.


Last Update 08.12.09